Meerwasser als Ressource
Nachhaltige CO₂ -Quelle
Meerwasser enthält aufgrund der hohen Löslichkeit von CO₂ und seiner Umwandlung in Bikarbonat und Karbonat rund 140-mal mehr anorganischen Kohlenstoff pro Volumeneinheit als die Atmosphäre. Zwischen Meerwasser und Luft besteht ein dynamisches Gleichgewicht, über das sich beide Systeme kontinuierlich austauschen.
Durch das CLP-Verfahren wird die CO₂-Aufnahmekapazität des Meerwassers gezielt erhöht. Dadurch zieht das Wasser CO₂ aus der Atmosphäre nach, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Dieser Prozess kann zu einer messbaren Reduktion der atmosphärischen CO₂-Konzentration führen.
Wichtige Aspekte:
Vermeidung von Landnutzung
Im Gegensatz zu landbasierten CO₂-Entnahmeverfahren – etwa Biomasseanbau oder großflächigen DAC-Anlagen – benötigt das CLP-Verfahren keine zusätzlichen Landflächen. Meerwasser dient als natürliches Reaktionsmedium, ohne Landschaften zu verändern oder mit landwirtschaftlicher Nutzung zu konkurrieren.
Schonender Einsatz natürlicher Ressourcen
CLP arbeitet mit einem weitgehend geschlossenen Meerwasser-Kreislauf. Eine einmal aufgenommene Wassermenge kann – abgesehen von geringen Verlusten durch Verdunstung oder Prozessabtrennung – kontinuierlich wiederverwendet werden. Das behandelte Wasser wird neutralisiert in den Kreislauf zurückgeführt, sodass seine natürlichen Eigenschaften erhalten bleiben und der Bedarf an frischem Meerwasser minimal ist.
Nutzung vorhandener Pumpinfrastruktur
Wird CLP in den Pumpkreislauf einer Entsalzungsanlage eingebunden, kann die vorhandene Meerwasserförderung mitgenutzt werden. Dadurch entfällt der Bedarf an eigener Pumpkapazität für die Zufuhr großer Wassermengen – ein erheblicher energetischer und wirtschaftlicher Vorteil, der die Gesamteffizienz des Systems weiter steigert.